In meinem Sozialwissenschaftskurs der EF thematisierten wir in der Teildisziplin „Politik“ das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Demonstrationsrecht als Grundrechtsartikel des Grundgesetzes.

Es entstand die Idee, persönlich zu erleben, wie diese Grundrechte praktisch umgesetzt werden. Was lag da näher, als die Friday-for-Future Demonstrationen als praktische Erfahrung zu nutzen? Am 05.07.19 war es soweit: Gemeinsam mit Herrn Glaßmann unternahmen wir einen Unterrichtsgang. Um 10.00 Uhr startete die Demonstration am Wuppertaler Hauptbahnhof. Nach einigen Wortbeiträgen und launigen „warm-ups“ zogen wir zum Neumarkt und von dort durch das Luisenviertel zum Deweerth`schen Garten. Die letzte Kundgebung fand an der Stadthalle statt. Bemerkenswert war dabei, dass zwar zum Großteil Schülerinnen und Schüler unterwegs waren, aber auch einige ältere Einwohner die Demonstration unterstützten. So waren auch die „Grandparents for Future“ zu sehen. Diese Geste der Solidarität zeigt die Wichtigkeit, die der Veranstaltung beigemessen wird. In diesem Zusammenhang soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass Helge Lindh, Bundestagsabgeordneter der SPD, ebenfalls zu den Demonstranten zählte. Inhaltlich ging es bei den Kundgebungen um bundespolitische Themen wie den Kohleausstieg, aber auch um Lokalpolitisches wie die Abholzung im Osterholz. Neben Forderungen an die Politik wurde aber auch jeder Einzelne angesprochen, seinen Fleisch- und Milchkonsum zu reduzieren und Plastikmüll zu vermeiden.  

Text: Susanne Meine-Falk    Foto: Christian Glaßmann