Auch in diesem Jahr durften die Darstellerinnen und Darsteller sowie die Lehrer des Musicalprojektes auf Probenfahrt fahren. Wie bereits beim vorherigen Projekt „The Show Must Go On“ ging die Reise zur Jugendbildungsstätte in Radevormwald. Dort standen uns mehrere Räume sowie eine Turnhalle zum Proben zur Verfügung. Die Erwartungen an das Wochenende waren sehr hoch. Ziel war es natürlich, voranzukommen, aber auch, dass die Neuen, die letztes Jahr noch nicht beim Musical "Der kleine Horrorladen" mitspielten, gut in die Musicalfamilie aufgenommen werden können. Aber alle waren sich bei einem Wunsch einig: Wir wünschten uns ganz viel Spaß.
Dieses Mal waren auch zwei professionelle Musicaldarstellerinnen mit an Bord! Elvin Karakurt, die zu ihrer Schulzeit am CDG seit der siebten Klasse an jedem Musicalprojekt teilgenommen hatte, spielte bereits in Stücken wie „Harry Potter und das verwunschene Kind“ (Hamburg), "Abenteuerland" (Düsseldorf) und "Ku'damm 59" (Berlin). An ihrer Seite war ihre beste Freundin Madina Frey, die sie bei ihrem Theaterstudium in München kennengelernt hatte. Madina überzeugte auf den Bühnen mit ihrer Schauspielkunst bei Stücken wie "Harry Potter" (Hamburg), "Footloose" , "My Fair Lady" (Chemnitz) und "Tina Turner - Das Musical" (Stuttgart).
Die beiden halfen uns vor allem, die Choreografien zu den großen Stücken des "Kleinen Horrorladens" zu ändern, zu synchronisieren und zu perfektionieren. Aber auch an Tipps, wie man seine Bühnenpräsenz stärkt, Fokus gibt oder nimmt und wie man Emotionen besser rüberbringen kann, hat es nicht gemangelt.
In den Tag starteten wir meist mit einem qualvollen HIIT (High-Intensity-Interval-Training) zum Lied „Run Boy Run“ und weiteren fürs Schauspielern üblichen Aufwärmübungen. Anschließend wurden die großen Choreografien, bei denen das gesamte Ensemble mitmacht, in der Turnhalle eingeübt. Danach wurde meist parallel an verschiedenen Szenen gearbeitet, um die Effektivität zu steigern. Damit sich das Wochenende auch lohnte, probten wir von morgens 9:30 Uhr bis abends 21 Uhr durch. Natürlich hatten wir zwischendurch auch Essenspausen zu den spezifischen Zeiten der Jugendherberge. Das Essen dort war sehr gut; man hatte eine angemessen große und gesunde Auswahl.
Nachdem wir mit den Proben fertig waren, durften wir uns individuell beschäftigen. Dabei gab es unter anderem eine Volleyball-Dance-Party, ein Musical-Quiz, einen Karaoke-Raum (ja, wir haben nach dem ganzen Tag Singen tatsächlich noch weiter gesungen) oder aber auch einfach gute Gespräche in den Zimmern oder irgendwo im Gebäude verteilt. Als es dann später wurde, sind die meisten langsam zu Bett gegangen, wobei ein Sechserzimmer durch einen Matratzentransport auch mal zu einem Achterzimmer wurde.
Insgesamt kann man sagen, dass das Wochenende sehr erfolgreich war und uns alle beim Schauspielern und Singen vorangebracht und noch mehr zu einer großen Musicalfamilie gemacht hat. Es wurden nicht nur neue Choreografien, sondern auch neue Insider, die man zum Teil bereits auf den Schulgängen wiederfinden kann, kreiert.
Sarina Klumpen, Q1



